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Dramatische Entwicklung

Bei den Untersuchungen zur Auswirkung des Kanusports hat sich herausgestellt: Der Zustand der Äschenbestände ist dramatisch schlecht, in der Bega steht die Art anscheinend dicht vor dem Erlöschen. Das kann nicht allein den Kanuten angelastet werden, denn ähnliche Entwicklungen sind auch andernorts zu beobachten. 

Die Ursachen dürften vielfältig sein: Fraßdruck durch Kormorane, denen die Äschen als Freiwasserfische besonders leicht zum Opfer fallen, sowie die zunehmende Kolmatierung des Gewässergrundes durch Feinsedimente, vornehmlich aus der Landwirtschaft. Zudem sind die Jungfische überaus empfindlich gegen Stickstoffbelastungen, schon eine kurzfristige Überschreitung des Grenzwerts kann den gesamten Nachwuchs töten. Und schließlich die Klimaänderung: Wenn das Algenwachstum am Gewässergrund nur wenige Wochen früher einsetzt als bisher, könnte das für die Dottersacklarven im Kieslückensystem ein lebensentscheidender Nachteil sein. 

Die Hegegemeinschaft hat 2008 beschlossen, die Bestände durch Besatzmaßnahmen zu stabilisieren. Grundsätzlich lassen sich die Tiere in Gefangenschaft vermehren. Genügend laichfähige Fische dürften in der Bega aber kaum mehr zu fangen sein. Deshalb war beabsichtigt, Stammfische aus nahegelegenen Gewässern zu beschaffen. Allerdings hat sich herausgestellt, dass laichreife Fische nirgendwo mehr zu haben sind. Die Aussichten für die heimische Äschenpopulation sind deshalb leider mehr als düster.